Nackte Tatsachen: Wie man heute (Power) Metal verkauft

Veröffentlicht auf von Daniel

heavenly_sexy_metal.jpgSex, drugs and Rock'n'Roll. Eigentlich wollte ich ja nur von Heavenly's mittlerweile fünftem Studioalbum berichten. Aber jeder, der die Franzosen kennt, weiß, was ihn erwartet: Heavenly klingen auch auf Carpe Diem nach astreinem Euro Power Metal aus dem Lehrbuch, ganz in der Tradition der großen Helloween und Gamma Ray. Mit viel Abwechslung, starkem Songwriting und tierisch eingängigen Melodien im Gepäck darf jeder Fan der Musikrichtung ganz bedenkenlos zugreifen - während die Burzum-Fraktion mit den Parisern auch weiterhin nichts anfangen wird. Auf der musikalischen Seite also alles wie erwartet - etwas verblüffender dagegen fällt die Wahl des Motivs für das Cover Artwork aus: Zwei reizende Damen in knapper Garderobe kommen sich - sagen wir mal auf die französische Art - näher. Ich weiß nicht, wie ihr das seht, aber während der letzten Freedom Call- und Dragonforce-Gigs waren dererlei Szenen doch eher die Seltenheit. Was also hat guter alter Power Metal mit prickelnder Erotik am Hut?

"Sag mal Dani, wieso hörst du eigentlich Metal? Du bist doch gar nicht hässlich.", hat mich mal ein Kumpel gefragt. So seh ich das natürlich nicht. Es gibt sie schon, die gutaussehenden Metaller. Und auch die testosteron-schwitzenden Dezibel-Veteranen von Manowar schmücken ihre Alben bekanntlich nur zu gern mit freizügigen Damen. Aber die ganz platte Sex Sells-Tour ist doch eher genre-untypisch, nicht? Nur, was solls? Mit wenigen Ausnahmen waren gerade Power Metal-Cover nie besonders tiefgründig; und wenn anstatt feuerspeiender Drachen und edler Ritter in shiny Armors ab und zu weibliche Reize auf dem Digipack prangen, dann soll das gerade mir recht sein.

Heavenly's Carpe Diem ist nämlich längst nicht die Ausnahme; eher sogar ein gemäßigter Vertreter eines Trends, der sich mal stilvoller, mal billiger manifestiert. Metal-Alben mit besonders schlagenden Argumenten: in den CD-Regalen findet man sie immer häufiger. Ich habe mal wieder keine Mühen gescheut und im Folgenden neun Beispiele herausgesucht. Die Thumbnails verraten euch nicht die Band - wie viele hättet ihr erkannt? Die Auflösung gibts per Klick. Viel Vergnügen beim Raten und glotz-, äh, durchsehen ...


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