USB: Gar nicht so universell?

Veröffentlicht auf von Daniel

Gute Neuigkeiten (insbesondere natürlich für mich selbst): Meine 1000 gratis Visitenkarten von Flyertaxi.de kamen gestern nachmittag (nach rekordverdächtig kurzer Herstellungs- und Lieferzeit) unversehrt bei mir zu Hause an. Und so viel darf ich schon jetzt verraten: Die Qualität überzeugt. Voller Enthusiasmus und Freude darauf, meine Beute präsentieren zu können, schoss ich einige Fotos der insgesamt 2000 Kärtchen von Marina und mir - und scheiterte dann am Versuch, die fertigen Bilder auf meinen Computer zu übertragen. Das USB-Kabel fehlt.

USB steht ja bekanntlich für Universal Serial Bus. Universal meint laut Thesaurus so viel wie allgemein gültig, universell verwendbar. Dass aber nur ein Ende eines USB-Kabels so entgegenkommend universell gestaltet ist (nämlich das zum Computer hin), schmälert meine Freude am Konzept beträchtlich. Die persönliche Kabelkiste brachte ingesamt knapp 20 USB-Kabel zum Vorschein. Nach einem kurzen Vergleich musste ich zu der deprimierenden Feststellung kommen, dass unter diesen Kabeln zehn verschiedene, inkompatible Endgerät-Enden zu finden waren. Von schmal bis dick, von schwarz bis weiß und von praktisch bis absurd.

Das Foto weiter unten dient als Beweis. Entstanden ist es mit meiner Handy-Cam, weil - und das entspricht nicht nur Murphy's Gesetz, sondern bestätigt mich auch in meiner Enttäuschung über misslungene Standardisierungsversuche - keines der Kabel zu meiner Kamera passt. USB. Zu den drei Buchstaben würden mir in kürzester Zeit etliche zutreffendere Bedeutungen in den Sinn kommen, als Universal Serial Bus. Um aber das sprachliche Niveau aufrechtzuerhalten, gebe ich diese kleine Denkübung höflich an eure Fantasie weiter. Wer will, darf sich selbstredend auch in einem Kommentar daran versuchen.



Noch ein kleiner Ausblick in die nahe Zukunft der Technologie:
Die USB-Markteinführung (übrigens eine INTEL-Entwicklung) fand 1996 statt, heute am ehesten verbreitet ist der Standard USB 2.0. Im Laufe des kommenden Jahres wird sich voraussichtlich die bereits fertig definierte dritte Generation (sinnvollerweise USB 3.0 getauft) durchsetzen und rasante Datenübertragungen von bis zu 4,8 GBits/s ermöglichen. Eine konsequentere Standardisierung der Stecker ist aber unwahrscheinlich, da viele Hersteller die eigenen Kabel gezielt ins Branding miteinbeziehen und so auch die Benutzung von Konkurrenzprodukten erschweren.

Veröffentlicht in geeky

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