Review: Hatebreed - Hatebreed (s/t)

Veröffentlicht auf von Daniel

Aus Hass gezüchtet oder bloß leicht verzogen? Das vorweg: Hardcore-Fans und insbesondere Hatebreed-Anhänger brauchen gar nicht erst weiterzulesen - spart euch die Mühe und markiert schon mal den zweiten Oktober 2009 rot im Kalender. Denn wo Hatebreed draufsteht, da ist auch anno 2009 mehr als genug Hatebreed drin. So das jetzt geklärt ist, wollen wir doch mal sehen, ob sich nicht noch ein paar neue Freunde für die fleißigen Amerikaner finden lassen ...

Das selbstbetitelte 2009er-Album verfolgt konsequent den mit Supremacy eingeschlagenen Pfad: Straighter, meist hymnenhafter Hardcore mit gebührendem Respektabstand zum Mainstream, dem es allerdings nicht an Eingängigkeit mangelt - und das über 13 Tracks ( + ein Instrumental) ohne Durchhänger, sehr wohl aber mit verflucht starken Highlights. Als Song des Albums und einer der Hardcore-Tracks des Jahres dürfte In Ashes They Shall Reap durchgehen. »Born to bleed / fighting to succeed / built to endure / what this world throws at me!« Was sich schon geil liest, klingt geshoutet noch sehr viel überzeugender. Mich soll der Lemmy holen, bekommen wir diese vier aggro-poetischen Refrain-Zeilen nicht bald regelmäßig in den einschlägigen Clubs entgegengeschmettert. Wer sich dann noch an die neuen, unsäglichen No-Mosh-Regeln auf den Tanzflächen allerorts halten kann, dem sei ein hohes Maß an Selbstbeherrschung (oder freilich an Apathie grenzende Trägheit) attestiert.



Der Rest des selbstbewusst (und nicht unverdient) Hatebreed getauften Outputs fällt im Vergleich kaum ab, Tracks wie Merciless Tide (super heavy), das zart melodisch angehauchte und moderne Every Lasting Scar und der treibende Opener Become The Fuse kicken. Das viereinhalbminütige Instrumental Undiminished sorgt für ein wenig kompositorische Tiefe, eine progressive Schlagseite wie God Forbid's grandioses Earth's Blood erhält Hatebreed dadurch jedoch nicht. Aber die wird kaum ein Fan vermissen, oder? Hatebreed bleiben nun mal Hatebreed. Auch dieses Jahr. Und dagegen ist rein gar nichts einzuwenden.

»Born to bleed / fighting to succeed / built to endure / what this world throws at me!«

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