A. Lee Martinez: Diner des Grauens. Buchrezension

Veröffentlicht auf von Daniel

Wir servieren Armageddon mit Pommes Frites! So zumindest kündigt sich A. Lee Martinez skurrile Horrorkömide Diner des Grauens auf dem Cover an. Was den Leser erwartet, ist ein irrwitziger Trip des Vampirs Earl und seines fetten Werwolf-Kumpels Duke in die Wüste. Hungrig und pleite landen die beiden abgehalfterten, für Monster aber durchaus sozialkompetenten Chaoten in Gil's All Night Diner. Als Duke Zombies wittert, wäre eigentlich der ideale Zeitpunkt gekommen, die Füße in die Hand zu nehmen und das kleine Rockwood seinem Schicksal zu überlassen. Doch Earl und Duke stellen sich lieber untoten Zombie-Kühen, einer minderjährigen Beschwörerin, riesigen Tentakelmonstern und sogar der Liebe - denn wie sich bald herausstellen soll, hängt die Zukunft der gesamten Menschheit von ihrem Erfolg ab.

Eins vorweg: Ganz so grandios wie Douglas Adams gelingt es A. Lee Martinez nicht, Spannung, Humor und schonungslose Absurdität unter einen Hut zu bringen. Die Übersetzung wirkt stellenweise etwas holprig - wer ausreichende Sprachkenntnisse mitbringt, sollte sich an der englischen Fassung versuchen. Dennoch gehört Diner des Grauens zu den unterhaltsamsten und komischsten Romanen dieser Art seit Jahren - vorausgesetzt natürlich, der Leser bringt den entsprechenden Geschmack mit und fürchtet sich nicht vor Fantasy der abstrusen Art. Diner des Grauens bietet viel Kurzweil, eine Story mit zwar wenigen Wendungen, dafür aber einer angenehm wachsenden Dramatik und aberwitzigen Charakteren. Längen gibt es während der bekömmlichen 340 Seiten keine. Wenn mal weniger passiert, wissen Duke und Earl mit ihren köstlich-trivialen Auseinandersetzungen zu unterhalten.

Tipp:
Aufgepasst! Hier könnt ihr Diner des Grauens versandkostenfrei für weniger als 10 Euro bestellen und zugleich Fiddler's Blog unterstützen - Danke für die Hilfe und viel Spaß beim Lesen!

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