Independent Game Review: Erik Svedang's Blueberry Garden

Veröffentlicht auf von Daniel

In Blueberry Garden steht ihr zu aller Anfang vor einigen Rätseln. Kurz wird ein offener Wasserhahn gezeigt, gleich darauf findet ihr euch in einem surrealen Garten wieder - als eine Mischung aus Mensch und Vogel. Ihr steht neben einer Tür, einige Hinweisschilder verraten euch die wenigen Tastaturbefehle, mit denen ihr euer Alter Ego durch den Brombeergarten navigieren und Einfluss auf eure Umwelt nehmen könnt, sowie zu Daduks träumerischen Piano-Klängen über stilisierte Berge und Täler gleitet.

Was Ziel des Spiels ist, das wird je nach Art und Weise, wie ihr den lebendigen Garten erforscht, früher oder später klar. Bis dahin heißt es, der Neugier freien Lauf zu lassen. Sternenbäume pflanzen, Taucherfahrungen sammeln und herumliegenden Plunder zu einem riesigen Turm stapeln - was sich nicht gerade nach alltäglicher Gartenarbeit anhört, ist viel mehr ein surreales Abenteuer, dem man sich ganz ergeben muss. Wer den abstrakten Rhythmus des experimentellen Blueberry Garden auf sich wirken lässt und sich nicht weiter damit herumärgert, einen tieferen Sinn in jedem Detail zu suchen, dem bietet Erik Svedang's digitales Kunstwerk ein wundersames Spielerlebnis, das lange im Gedächtnis bleibt.

frühe Skizze zu Blueberry Garden

Als Belohnung für alle Spieler, die den traumartigen Trip meistern, wartet ein Code für einen Geheimbereich auf dem Blog des Entwicklers. Dort finden sich zahlreiche Konzeptskizzen und Screenshots aus der frühen Entwicklungsphase von Blueberry Garden. Tolle Idee. Bei Steam kostet das visionäre Indie-Kleinod, das als Sieger aus dem diesjährigen Indie Game Festival hervorging, gerade einmal 4,99 €. Wenn das kein Argument ist, den virtuellen Gärtner in euch zu wecken!

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Juergen 08/25/2009 06:50

Moin Daniel, ich bin zwar kein Gamer/Zocker, aber diese Spiel scheint was ganz eigenes zu sein. Erinnert mich an Zeichentrickfilme in den 70ern...

Daniel 08/26/2009 02:57


Blueberry Garden lässt sich tatsächlich kaum mit anderen Spielen vergleichen. Gerade das aber macht den Reiz von Erik Svedangs surrealistischem Abenteuer aus. Denke
ich.